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Literatur & Kultur

Das wilde Schreiben

Notizzettel – Denken und Schreiben im 21. Jahrhundert
von Hektor Haarkötter
S. Fischer, 592 S., 28,00 €

Schreiben ist ein Puzzlespiel mit Worten. „Ein arbeitsreicher Redaktionsprozess, bei dem aus den ‚Rohzuständen des Denkens‘ in immer neuen Revisionsstufen das Gedankenmaterial sortiert und aussortiert, auf Brauchbarkeit geprüft und schließlich zum Text zusammengebaut wird.“

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Literatur & Kultur

Don Quijote im wilden Westen

Winnetou I – III 
von Karl May
Karl May-Verlag, 556 S./542 S./574 S., je 24,00 €

Als im Jahr 1893 die Winnetou-Trilogie erschien, befand sich der Schriftsteller Karl May im Aufwind: Vom Hochstapler und Kleinkriminellen zum Redakteur und Schreiber von Kolportage-Romanen stieg er in den 1890er Jahren zum beliebten und viel gelesenen Autoren von Reiseerzählungen auf.

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Literatur & Kultur

„Eine neue Aufgabe?“

Miss Merkel – Mord in der Uckermark
von David Safier
Rowohlt Verlag, 315 S., 16,00 €

Mit dem Titel seines Romans Miss Merkel – Mord in der Uckermark streift David Safier gleich drei Subgenres des Kriminalromans: Mit der Erwähnung der Uckermark den Regionalkrimi, mit der Anspielung auf Miss Marple dem klassischen Whodunit und mit der Wahl seiner Ermittlerin – nämlich Angela Merkel, zum Zeitpunkt der Romanhandlung im Jahr 2022 Altbundeskanzlerin – das recht neue Subgenre des Celebrity-Krimis.

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Literatur & Kultur

Mehr Pippilotta wagen!

Pippi Langstrumpf
von Astrid Lindgren; aus dem Schwedischen übersetzt von Cäcilie Heinig
Verlag Friedrich Oetinger, 400 S., 17,00 €

Eigentlich ist Pippi Langstrumpf ein ziemlich normales Kind. Die Heldin aus Astrid Lindgrens drei Romanen Pippi Langstrumpf, Pippi Langstrumpf geht an Bord und Pippi Langstrumpf im Taka-Tuka-Land* hat nur früher als anderen Kinder gelernt, allein zurecht zu kommen. Sie braucht keine Erwachsenen, die ihr sagen, wann sie abends ins Bett gehen oder dass sie aufräumen soll.

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Das digitale Höhlengleichnis

Walkaway
von Cory Doctorow; aus dem Englischen übersetzt von Jürgen Langowski
Heyne Verlag, 736 S., 16,99 €

Eigentlich gäbe es genug für alle – doch in der Praxis haben einige Superreiche Vermögen, Einfluss und Macht unter sich aufgeteilt. Dem Rest der Bevölkerung – vermutlich mehr als 99 % – bleibt nur, von der eigenen Arbeit zu leben und das Versprechen: Der Tüchtige könne ohne weiteres selber in die Reihen der Superreichen aufsteigen; ein Versprechen, das von niemandem inbrünstiger geglaubt wird als von jenen Superreichen selbst.